Sammelklage gegen Preishit.TV?
Der Infomercial-Anbieter TVM AG (firmiert auch unter Kauf SO AG) steht bereits seit einiger Zeit am Pranger. Doch jetzt könnte es richtig eng werden.
Erste Kunden erwägen jetzt eine Sammelklage. Möglicher Vorwurf: “Betrügerisches Handeln”. Dies ist zumindest den Kommentaren zu entnehmen, die Leser dieses Blogs verfasst haben.
Darin heißt es unter anderem:
“Habe bei Preishit eine DV 310 Camera (…) gekauft zum Preis von 98,80 € zuzügl.Versandspesen von 5,95 €.
Es wurden zusätzlich berechnet
Aktionszuschlag von 8,39 €
Kreditkartengebühr von 4,16 €
Handlingsgebühr von2,48 €
Porto von 5,84 €
Transportversicherung von3,53 €
und zum gutem Schluss noch die MWST – das ergibt einen Gesamtbetrag von 143,99 €
Auf etliche Schreiben und Telefonate die mit teuren Nr. versehen sind habe ich noch keine Nachricht erhalten.”
Ein weiterer Kunde schreibt:
“Ich hatte vor Weihnachten eine Kaffeemaschine bestellt und es kam einen andere.
Die sollte kosten 89,90 € und die Herschaften haben von meiner Kreditkarte 143,70 € abgebucht.
Ich schickte die Kaffeemaschine zurück und ich bekam eine Gutschrift über 113,30€ , die ich bei denen einzulösen habe.
Ich habe mich mit dem Anwalt in verbindung gesetzt…”
Bereits im April 2008 hatte das Schweizer Fernsehen über die Sendung “Teletip” (gleicher Anbieter, anderer Name) berichtet.
Und auch der MDR hat sich dem Thema angenommen. Leider heißt es hier ganz pauschal: “Teleshopping: Wenn Kunden in die Röhre kucken”.
Das “schwarze Schaf” Preishit.TV ruiniert so den Ruf einer ganzen Branche. Mal sehen, wie lange noch…
UPDATE (24.01.09) – Auch der Donaukurier berichtet unter der Überschrift “Nepper, Schlepper, Bauernfänger beim Teleshopping” (toller Titel!!) über das Geschäftsgebaren der TVM AG. Im Artikel gibt es auch ein paar Tipps für Kunden.
Allerdings auch die Einschätzung, dass eine Klage kaum was bringen könnte, da sich der Firmensitz von TVM in Liechtenstein befindet (vorletzter Absatz).
