Wie sieht das Teleshopping der Zukunft aus?

Teleshopping muss und wird sich stetig weiterentwickeln. Nicht nur im TV, sondern auch im Internet. Gerade online gilt es, stetig zu experimentieren. Die Amerikaner machen es vor. In Deutschland entwickeln sich die Webseiten der Teleshopper noch mit kleinen, aber wichtigen Schritten.

Doch wie sieht Teleshopping in zehn oder fünfzehn Jahren aus? Was, wenn Fernsehen und Internet endgültig verschmelzen?

Meine These: Das lineare Teleshopping wird verschwinden.

Statt einer Sendung nach der anderen, statt einem Produkt nach dem anderen, wird sich der Konsument aus einem riesigen Produkt- und Videopool seine Clips aussuchen. Ein festes Programmschema gibt es nicht mehr. Der Kunde ist Programmchef.

Bereits heute kann der Zuschauer per Fernbedienung sein Programm bestimmen (Maxdome, T-Home etc.). Auch das Teleshopping wird sich dahingehend verändern. Man sucht sich nur noch die Sendungen oder gar Produkte aus, die einen interessieren.

Oder noch weiter gedacht: Man legt vorher seine Präferenzen fest. Und der Fernseher zeigt einem abends per Knopfdruck nur noch die Produkte, die diesen Interessen entsprechen. Damit hat jeder sein eigenes, persönlich zugeschnittenes Teleshopping-Programm.

Aus Teleshoppingsendern werden dann Videoproduzenten. Sie werden Dienstleister für die Hersteller. Agenturen, die wissen, wie man “visuell” verkauft.

So könnte es aussehen. Oder ganz anders? Eure Meinung ist gefragt.
Morgen werde ich hier meine Ideen für eine Shoppingplattform der Zukunft vorstellen.

Aber vorher will ich von Euch wissen: Wie geht es mit Teleshopping weiter? Findet die Shoppingzukunft ganz ohne die bisherigen Big Player statt? Wird der Markt neu aufgemischt, weil die Teleshopping-Unternehmen die Zukunft verschlafen?

Eure Meinung bitte. Vielen Dank.

  • http://blog.1-2-3.tv/ Timo Schneider

    Der Ansatz mehrere, nennen wirs mal “Channel”, zu betreiben ist sicher keine falsche Variante der Zukunft. Die Planer mögen es uns verzeihen, denn damit werden Mengenplanungen zum Horroszenario. Schwierig wird das ganze mit den dadurch extrem steigenden Bewegtbild-Produktionsmengen. Wer mag das bezahlen ? Bei gleichzeitig sinkenden Zuschauerzahlen auf “einem” Channel ?

    Die Frage bleibt – wie synchronisiert man Nachfrage mit Angebot besser ?

  • http://blog.1-2-3.tv/ Timo Schneider

    Der Ansatz mehrere, nennen wirs mal “Channel”, zu betreiben ist sicher keine falsche Variante der Zukunft. Die Planer mögen es uns verzeihen, denn damit werden Mengenplanungen zum Horroszenario. Schwierig wird das ganze mit den dadurch extrem steigenden Bewegtbild-Produktionsmengen. Wer mag das bezahlen ? Bei gleichzeitig sinkenden Zuschauerzahlen auf “einem” Channel ?

    Die Frage bleibt – wie synchronisiert man Nachfrage mit Angebot besser ?

  • http://www.versandhausberater.de/ Martin Gross-Albenhausen

    Wie wichtig ist das “Live”-Element im Teleshopping? Aus Konserven das Menü zusammenstellen ist sicher interessant, aber geht nicht vieles in Richtung Echtzeit-Kommunikation?

  • http://www.versandhausberater.de Martin Gross-Albenhausen

    Wie wichtig ist das “Live”-Element im Teleshopping? Aus Konserven das Menü zusammenstellen ist sicher interessant, aber geht nicht vieles in Richtung Echtzeit-Kommunikation?

  • http://www.helloingo.com/ Ingo Schnall

    @Timo Schneider – Warum mehr Produktionsaufwand? Derzeit werden die Produkte doch mehrmals pro Tag live gezeigt. So bräuchte man nur eine einzige Aufzeichnung. Bei der muss natürlich alles sitzen.
    Die Planner müssen sich dann natürlich umstellen. Aber wie ist es denn im Kataloggeschäft?

    @ Martin Gross-Albenhausen
    Was ist mit Echtzeit-Kommunikation gemeint? Die Nennung von Reststückzahlen oder die Vermeldung von “nur noch begrenzten Beständen” – das könnte man auch bei Konserven lösen (in dem nur die Grafik upgedatet wird) – wie z.B. bei Talkmarket http://www.visualshopping.de/2009/01/talk-market-ers.html

  • http://www.helloingo.com Ingo Schnall

    @Timo Schneider – Warum mehr Produktionsaufwand? Derzeit werden die Produkte doch mehrmals pro Tag live gezeigt. So bräuchte man nur eine einzige Aufzeichnung. Bei der muss natürlich alles sitzen.
    Die Planner müssen sich dann natürlich umstellen. Aber wie ist es denn im Kataloggeschäft?

    @ Martin Gross-Albenhausen
    Was ist mit Echtzeit-Kommunikation gemeint? Die Nennung von Reststückzahlen oder die Vermeldung von “nur noch begrenzten Beständen” – das könnte man auch bei Konserven lösen (in dem nur die Grafik upgedatet wird) – wie z.B. bei Talkmarket http://www.visualshopping.de/2009/01/talk-market-ers.html

  • http://www.versandhausberater.de/ Martin Gross-Albenhausen

    Ich dachte da eher an die Rückkopplung zwischen Verkaufserfolg und Einstellungen, an Call-ins etc. Was es eben spannend macht oder machen könnte. Im erklärungsbedürftigen Segment ist das doch wohl ein Thema. Und bei Auktionen kann ein guter Moderator noch mehr Fahrt rein bringen.

    Je interaktiver das ganze wird, um so wichtiger dürfte ein Moderator werden, denke ich.

  • http://www.versandhausberater.de Martin Gross-Albenhausen

    Ich dachte da eher an die Rückkopplung zwischen Verkaufserfolg und Einstellungen, an Call-ins etc. Was es eben spannend macht oder machen könnte. Im erklärungsbedürftigen Segment ist das doch wohl ein Thema. Und bei Auktionen kann ein guter Moderator noch mehr Fahrt rein bringen.

    Je interaktiver das ganze wird, um so wichtiger dürfte ein Moderator werden, denke ich.

  • http://www.helloingo.com/ Ingo Schnall

    Stimmt: Vorteil von “live” ist eindeutig, dass man direkt auf die Reaktion der Kunden reagieren kann.
    Das ist vor allem dann bei neuen Produkten wichtig, wo man noch keine Erfahrungswerte hat, welches Feature die Kunden besonders interessant finden.

  • http://www.helloingo.com Ingo Schnall

    Stimmt: Vorteil von “live” ist eindeutig, dass man direkt auf die Reaktion der Kunden reagieren kann.
    Das ist vor allem dann bei neuen Produkten wichtig, wo man noch keine Erfahrungswerte hat, welches Feature die Kunden besonders interessant finden.

  • http://blog.paulinepauline.de/ paulinepauline

    hm, die meisten “tollen neuen ideen” im ecommerce greifen eigentlich grad auf den alten live-charackter vom teleshopping zurück und verlangen vom user, zu einer bestimmten zeit, online zu sein. (liveshopping, rabattschlacht etc.) sie zelebrieren das shopping-erlebnis. wieso sollte jetzt teleshopping grad das gegenteil entdecken? hätten sie das nicht schon vor 10 jahren entdecken müssen? für mich klingt das, was du beschrieben hast, wie ein normaler onlineshop mit breit verfügbarem sortiment und die produktpräsentation ist mit video aufgepeppt.

  • http://blog.paulinepauline.de paulinepauline

    hm, die meisten “tollen neuen ideen” im ecommerce greifen eigentlich grad auf den alten live-charackter vom teleshopping zurück und verlangen vom user, zu einer bestimmten zeit, online zu sein. (liveshopping, rabattschlacht etc.) sie zelebrieren das shopping-erlebnis. wieso sollte jetzt teleshopping grad das gegenteil entdecken? hätten sie das nicht schon vor 10 jahren entdecken müssen? für mich klingt das, was du beschrieben hast, wie ein normaler onlineshop mit breit verfügbarem sortiment und die produktpräsentation ist mit video aufgepeppt.