Neue Social Shopping Features auf QVC.de

QVC.de hat zwei neue Social Shopping Features eingeführt. Neben den bereits bekannten Kundenbewertungen haben User jetzt die Möglichkeit, Erfahrungsberichte zu verfassen oder Fragen zu stellen.

Neue Social Shopping Features auf QVC.de

Auf den ersten Blick ist ein Unterschied zwischen einer klassischen Produktbewertung und dem neuen “Erfahrungsbericht” kaum erkennbar. Bei letzterem ist es zusätzlich möglich, Fotos oder Videos hochzuladen.

Vor allem der jetzt mögliche Foto-Upload ist eine Möglichkeit, dem Shoppingerlebnis auf QVC.de mehr Emotion zu verleihen. Schon jetzt gibt es einige Kunden, die auf der QVC-Seite bei Facebook Fotos von ihren “Produkten im Einsatz” hochladen.

Ob die Videofunktion wirklich genutzt wird, wird sich zeigen. Amazon hatte bereits vor einiger Zeit “Video-Rezensionen” eingeführt. Vor allem in den Kategorien “Videospiele” und “Filme” finden sich solche. Weit verbreitet ist dieses Tool allerdings nicht.

Auch die Funktion “Kunden fragen Kunden” kann sich gut entwickeln. Hier ist es allerdings wichtig, dass Fragen auch beantwortet werden. QVC US hat dieses Feature schon länger – leider findet man hier oft Fragen, die lange unbeantwortet bleiben.
Frage auf QVC

In so einem Fall ist der Frustfaktor beim Kunden sehr hoch. Und: kauft der Kunde das Produkt überhaupt, bevor die Frage beantwortet ist?

Wichtig ist also, andere Kunden zu animieren, die Fragen zu beantworten. Backcountry.com macht es vor. Im “Gear Guru Leaderboard” einer Art “Hall of Fame” werden die User mit den meisten Aktivitäten auf der Seite gelistet.

Zum Erfolg des “Leaderboards” äußerte sich Backcountry-Chef John Bresee so:

We’ve always followed the rules laid out in How to Win Friends and Influence People. That book talks about how crucial it is for people to feel important in their communities. We researched that idea and guessed that people would also care about being important in a community created by an e-tailer. So we created something called the Gear Guru Leaderboard, where we rank customers’ interaction with the site. It turns out that people really care about becoming the No. 1 ice-climbing reviewer on our leaderboard.

Und: Auch Hersteller und Lieferanten posten fleissig mit. Deren Beiträge werden erkennbar gekennzeichnet. So wird vermieden, dass Hersteller ihre eigenen Artikel positiv bewerten. Vielmehr beantworten die Lieferanten die Kundenfragen, die entweder gar nicht beantwortet werden oder zu sehr ins Details gehen.

Backcountry hat Erfolg. Rund 85.000 User sind auf der Seite registriert. Mehr interessante Einsichten zur Backcountry-Strategie gibt es hier.

(via)

Die 2010er: Aus Teleshopping wird… ?

2010 wird ein spannendes Jahr für das deutsche Teleshopping. Martin Groß-Albenhausen bringt es im „Versandhausberater“ (Print) treffend auf den Punkt:

Fragt man bei anderen Teleshopping-Anbietern nach, hört man heraus: Überall wird man jetzt unzufrieden mit der Art, wie das eigentlich höchst emotionale Live-Erlebnis im Web übersetzt wird. Die Migration ins Internet steht bevor…

Die Kernfragen im kommenden Jahr lauten: Was macht Teleshopping überhaupt erfolgreich? Und was kann wie ins Web übertragen werden?

Klar: Bewegtbild und emotionsgetriebener Verkauf sind die Kernkompetenzen des Teleshoppings.

Doch das TV-Konzept einfach ins Internet zu übertragen, wird nicht die Lösung sein. 1-2-3.tv macht es zwar vor. Doch die Frage ist, ob man sich wirklich passiv vor den Rechner setzt und einer Webshow zusieht. Das Internet ist eben kein Lean-back-Medium.

Und Emotionen schön und gut. Im TV ist es einfach: Die Moderation transferiert die Emotion. Und im Web? Kann es überhaupt eine Standardlösung geben, die für alle Warengruppen gilt? Sicher nicht.

Der wichtigste Faktor wurde in der Debatte bisher vernachlässigt: Der Kunde.

Teleshopping hat sehr treue und loyale Kunden.

Man muss sich das einmal vorstellen: Tagtäglich rufen zig Menschen bei den Shoppingsendern an, lassen sich live ins Studio durchstellen und berichten von ihren positiven Erfahrungen.

Wo gibt es das sonst noch im Handel? Oder hat es jemand schon einmal erlebt, dass jemand in ein Geschäft gegangen ist, um sich für ein kürzlich dort erworbenes Produkt zu bedanken?

Bisher ist Teleshopping ein Dialog zwischen Sender (und/oder Moderator) und Kunde.

Bei den Internetauftritten der Shoppingsender ist es – bisher – ähnlich. Der Kunde kann zwar Produkte bewerten, die Kommentare bleiben aber meist ohne Feedback und sind recht anonym.

Künftig wird es darum gehen, die Kunden untereinander zu vernetzen. Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, die den Austausch über Produkte und Angebote fördern.

QVC hat einen ersten Schritt getan. Nicht auf der eigenen Seite, sondern auf Facebook. Das kann natürlich nur ein erster Schritt sein.

Das Ziel muss sein: Aus Teleshopping wird Social Commerce.

Vielleicht eine kühne Vision. Aber die Vorraussetzungen sind gegeben.

Kundenservice ist bei den großen Sendern eine zentrale Botschaft. Jetzt wird es darum gehen, die “Kundenorientierung” zu beweisen:

Ist man wirklich an den Kunden interessiert – oder nur an deren Geld?

—–

Wie Social Commerce aussehen kann, kann man derzeit am Beispiel Etsy erleben. Einen sehr inspirierenden Artikel zum Wandel von Etsy gibt es bei exciting commerce.

Disclosure: Ich war und bin bei der Gestaltung der Facebook-Seite von QVC aktiv beteiligt. Es ist meine Überzeugung, dass sich Teleshoppingsender von Versandhändlern zu Social Commerce-Plattformen wandeln können und müssen, um langfristig (im Web) zu bestehen.

Dieser Blog wird sich künftig verstärkt mit dem Thema „Social Commerce“ und dem Weg des Teleshoppings dorthin befassen.

Medienunternehmer Oplesch steigt bei Channel21 ein

Wie der Medienbote berichtet, steigt der Hamburger Medienunternehmer Michael Oplesch zum 1. Januar 2010 bei Channel21 ein. Oplesch wird Geschäftsführer und erwirbt auch Anteile an dem Sender.
Der künftige Chef hat hohe Ambitionen.

In der Vorabmeldung im Medienboten heißt es:

Der ehemalige Geschäftsführer von VIVA, Me, Myself & Eye, MTV Networks und Raze.TV will Channel 21 zu einem schlagkräftigen Mitspieler im Teleshopping-Markt aufbauen – mit dem Ziel, die heutige Position als drittstärkste Kraft nach QVC und HSE24 im deutschen Markt auszubauen und zeitnah zum zweitgrößten Anbieter aufzusteigen.

Interessant: Oplesch stand bis Anfang November noch als Geschäftsführer im Impressum des “neuen” Schmuckkanals.

Die aktuellen Schmuckkanal-Sendungen werden in Düsseldorf von der DFA produziert. Auf dem Sendeplatz des Schmuckkanals werden neben anderen Infomercials auch Sendungen von DouglasTV ausgestrahlt. Auch hier steht die DFA als Dienstleister im Hintergrund.

Überhaupt hat sich die DFA in diesem Jahr als Produzent für zahlreiche Teleshopping-Infomercials einen Namen gemacht.

Interessant wird sein, ob und wie der neue Chef von Channel21 diese Expertise nutzen wird.

1-2-3.tv launcht zweiten Kanal – im Internet

In der Pressemeldung wird vollmundig vom “Beginn der Homeshopping-Zukunft in Deutschland” gesprochen.

Und tatsächlich scheint 1-2-3.tv mit der neuen Website ein großer Wurf gelungen zu sein. Der neue Internetauftritt glänzt nicht nur durch Klarheit und Übersichtlichkeit. Zwei neue Features machen den Sender fit für die Zukunft.

Drei parallel laufenden Liveauktionen bilden das Herzstück der neuen Seite.
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Das linke Feld führt direkt zu aktuellen TV-Auktion. Alleine dieser Button ist bemerkenswert. Nicht nur das aktuelle Produkt, sondern auch der jeweilige TV-Moderator ist darauf abgebildet. Die Gesichter des TVs werden also auch im Web konsequent zu “Emotionalisierung” der Produkte genutzt. Eine Neuerung, die bisher kein anderer Teleshoppingsender so konsequent umsetzt.

In der Mitte die wesentlichste Neuerung. Ein eigener Webkanal. Unter dem Namen “1-2-3.tv +” werden täglich zwischen 13 und 23 Uhr sieben Stunden Liveprogramm im Web ausgestrahlt. Damit geht 1-2-3.tv weiter den Schritt Richtung Multi-Channel-Versender. Das Web läuft nicht nur nebenher – es wird zum Mittelpunkt der neuen Unternehmensstrategie.

Im rechten Feld bestimmt der User seine Wunschauktion. Diverse Produkte stehen zur Auswahl – das Produkt mit den meisten Stimmen kommt direkt in die Auktion – schnell, simpel und unmoderiert. Das Ganze dient nicht nur zum Abverkauf von Restposten, sondern gibt dem User auch die Möglichkeit, selbst zum “Programmdirektor” zu werden, wie es in der Pressemitteilung heißt. Ein interessanter Ansatz von Social Commerce.

Schön: Der Livestream der TV-Sendung wird als sogenannter Cleanfeed gesendet – das heißt ohne die TV-Grafik – die ja im Netz auch nicht nötig ist. Schließlich bestellt man hier bei Klick und nicht per Telefon.

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Mit der neuen Website läutet 1-2-3.tv in der Tat eine neue Ära ein. 1-2-3.tv-Chef Andreas Büchelhofer dazu:

“1-2-3.tv ist europaweit der erste Teleshopping-Kanal, der die TV-Grenzen überwindet und das Tor zum Internet in dieser Form aufstößt. Die Zukunft des Homeshoppings liegt ganz klar im Web.(…) Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten drei Jahre den Internetanteil am Umsatz von derzeit rund 25 Prozent auf mindestens 50 Prozent auszubauen.”

Derzeit hat der Sender rund 980.000 registrierte Mitglieder, rund 270.000 sind Online-Käufer.

Mehr zur Strategie von 1-2-3.tv im Videointerview bei excitingcommerce.

QVC kauft sich Tweets – und wird viral

QVC US geht neue Wege, seine Shows und Produkte zu promoten.
Das Social Web mit Facebook und vor allem Twitter, steht im Mittelpunkt der Aktivitäten. Bisher nur mit eigenen Accounts.

Jetzt werden auch andere Twitterer für Promo-Zwecke eingespannt. Und dafür bezahlt. So twittern heute einige Fashion- und Lifestyle-Blogger über den bevorstehenden Launch der Kollektion von Designer Isaac Mizrahi.

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Promi-Blogger Perez Hilton zählt dabei – mit über 1,6 Millionen Followern – zu den bekannsten Twitterern, die QVC für seine Zwecke eingespannt hat. Sie alle twittern aber nicht nur über die Mizrahi-Show – auch das QVC-Logo prangt heute prominent auf Profil- und Hintergrundbild.

Ob die Rechnung aufgeht, wird kaum direkt messbar sein. Aber ein Blick in die Twitter-Suche “Mizrahi” zeigt, dass der Tweet mehrmals re-tweetet, also weiterverbreitet wurde. Und das obwohl der Tweet mit “sponsored” gekennzeichnet wurde und so für jeden ganz klar als Werbung deklariert ist.

Spannend, ob und wie ein einzelner Tweet zu mehr Zuschauern und mehr Umsatz führen kann. Wie “viral” ist Homeshopping?

Interessant wird sein, ob ein Perez Hilton – und andere – künftig auch “mal so” über QVC twittern oder ab sofort für jeden Tweet die Hand aufhalten.

ShopNBC zeigt “News” statt Trailer

Das kleine Shoppingnetwork ShopNBC geht – einmal mehr – neue Wege.

Statt Programmtrailern gibt es jetzt das “ShopNBC Update”, eine einminütige Newsshow nach dem Vorbild einer klassischen Nachrichtensendung.
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Auf den ersten Blick wirkt das “Update” ziemlich lächerlich. Bei längerem Nachdenken gibt es aber einige gute Gründe, die für dieses Format sprechen:

1. Zapper bleiben hängen. Entweder, weil sie denken, sie seien mitten in einer “echten” Nachrichtensendung gelandet oder eben weil dieses Format so ungewöhnlich ist.

2. Zuschauer bleiben dran. Da das “Update”, wie sonst die klassischen Programmtrailern auch, zwischen den Liveshows läuft, bleibt der Zuschauer dabei und zappt nicht weg, da er in wenigen Sekunden schnell auf den neuesten Stand gebracht wird. Besser ein knackiges “Update” als drei langweilige Promoclips.

3. Man spart Kosten. Und genau das dürfte der wichtigste Grund für das neue “Update” sein. Statt aufwendigen Drehs mit Models, Licht und der langen Postproduktion braucht man hier nur einen Moderator und ein paar Grafiken. Fertig. Man kann schnell reagieren und kostengünstig produzieren.

Ein Beispiel-”Update” ist auf der Facebook-Seite von ShopNBC einsehbar.

Auch HSE24 hatte vor einigen Jahren für einige Wochen (Tage?) einen Test mit moderierten News zur vollen Stunde.

Die Tests wurden damals allerdings nicht fortgesetzt, was – aus meiner Sicht – vor allem daran lag, dass die “Newsshow” nicht vorproduziert, sondern live ausgestrahlt wurde. So blieb dem Studiomoderator (und der Crew) keine Luft mehr, sich auf die nachfolgende Sendung vorzubereiten.

3. Quartal: Libertymedia legt Zahlen für QVC vor

Vor allem die Zahlen von QVC in den USA scheinen wieder zu stimmen.

Der Nettoumsatz stieg um 2% auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Entscheidend: Das OIBDA (entspricht in etwa dem hier gebräuchlichen EBITDA) stieg um satte 10% und liegt bei 240 Millionen US-Dollar.

Die Ursachen knapp zusammengefasst: Weniger Schmuck und Mode bringen weniger Retouren (Quote: 19%) und ein geringerer Durchschnittspreis (47,52 Dollar; minus 1%).

Beeindruckend: Der Umsatzanteil der Online-Plattform QVC.com lag bei 28% (Vorjahreszeitraum: 24%). Der eCommerce-Bereich wird für das TV-Shopping-Unternehmen mit jedem Quartal wichtiger.

CEO Mike George kündigte dementsprechend auch viele Neuerungen in diesem Bereich an:

“We continue to invest in our technology makeover and are on course with our launch of a new global eCommerce platform, a global customer relationship and call center management platform…”

Auch international gesehen scheint QVC auf dem richtigen Weg. Das EBITDA legte in den Märkten Deutschland, UK und Japan um 9% zu (absolut liegt es bei 99 Mio. US-Dollar). Und dass, obwohl der Nettoumsatz in einigen Ländern zurückging.

Einzig im englischen Markt legte der Umsatz um 6% zu. Wichtigster Grund: Der Durchschnittspreis sank um satte 5%.

In Deutschland und Japan ging der Nettoumsatz um 1% zurück.

Während in Japan der durchschnittliche Verkaufspreis um 7% fiel, legte er bei QVC Deutschland um 8% zu.

Immer wichtiger wird in Deutschland der Accessoires-Bereich, der auch das Beauty-Segment einschließt: Lag der prozentuale Anteil am Gesamtumsatz im 3. Quartal 2008 noch bei 19%, liegt er ein Jahr später schon bei 29%.

QVC-Konkurrent HSN legt am Donnerstag seine Zahlen vor.

Wann machen digitale Schwestersender wirklich Sinn?

Am Mittwoch ist es soweit. Dann startet mit “Channel 21 express” offiziell der neue digitale Schwestersender von “Channel21″. Verbreitet wird der Sender über Astra digital und erreicht somit – theoretisch – 12 Millionen Zuschauer.

Seit einigen Wochen laufen bereits die ersten Testsendungen. Diese bestehen – bis jetzt – aus einfachen Produktvideos, die aus dem Off kommentiert werden. Es fehlen sowohl Moderator und Produktexperte, als auch jegliche Demonstration der Produkte.

In der Pressemitteilung heißt es:

Außerdem wird Channel21 express mit neuen und unkonventionellen Format- und Produktideen seine Zuschauer begeistern. Bei Channel21 express stehen allein die Produkte im Vordergrund.

Mit “Channel21 express” haben nun zwei der drei deutschen Teleshoppingsender einen kleinen Schwestersender.

HSE24 hatte im Februar mit “HSE24 EXTRA” seinen digitalen Ableger neu positioniert. Auch hier werden Formatideen getestet. Allerdings besteht auch hier das Programm hauptsächlich aus Wiederholungen des Hauptprogramms.

Und genau hier liegt das Problem der “kleineren Schwestern”. Welchen Mehrwert haben die Sender? Wie sind die Programme überhaupt positioniert? Und: Wer ist die Zielgruppe?

“Channel21 express” soll laut Pressemitteilung neue Käuferschichten erschließen und dabei

eine Brücke schlagen vom klassischen Fernseheinkaufskanal zu den auch jüngeren Zielgruppen in der digitalen Medienwelt

Auf der Seite des Satellitenanbieters Astra gibt es interessante Zahlen zur Verbereitung der Satellitenprogramme (PDF-Dokument, Seite 8).

Vor allem Bundesländer wie Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist die digitale Satellitennutzung verbreitet (über 53%). In den Ballungsräumen Berlin und Hamburg dagegen weitaus weniger (nur knapp 10%).

Pauschal gesagt: Die Städte sind mit Kabel gut versorgt, auf dem Land ist die “Schüssel” weit verbreitet. Aber sind “junge Zielgruppen” (Studenten etc.) nicht eher in Ballungszentren zu finden?
Demnach wäre ja die Ausrichtung auf jüngere Zuschauer – wie von Channel21 angekündigt – wenig erfolgreich.

Aber im Grund geht es auch gar nicht um das Alter der Kunden.

Vielmehr sollte sich ein Shoppingsender mit geringer Reichweite auf Sortimente konzentrieren, die eine spezielle Zielgruppe anzusprechen, die sich gezielt “ihren Sender” suchen. So könnte sich ein digitaler Ableger auf “Sammler” konzentrieren und dann Produkte wie Puppen, Porzellan, Münzen oder Briefmarken anbieten.

Drei Vorteile liegen auf der Hand:

Erstens kann man schnell eine kleine, aber treue Zuschauerschaft an sich binden. Zweitens ist die Produktion einer TV-Show weniger aufwendig als beispielsweise eine Modeshow. Und drittens kann man so die Shows, die bisher das Negativimage des Shoppingsenders geprägt haben (“Sammlerpuppen ist doch nur für Omas”) aus dem Hauptprogramm verbannen.

Mit diesem Schritt könnte sich also eher der Hauptsender verjüngen und mit neuen frischen Programmen auftrumpfen.
Und wäre es nicht einfacher, Teile der bestehenden Kundschaft auf einen anderen Sender “umzuleiten”, als mit einem neuen Sender eine komplett neue Käuferschicht anzugehen?

QVC testet erstes Facebook-Only-Angebot.

Kaum schreibt man darüber, schon ist es passiert. Die US-Kollegen von QVC haben heute ihr erstes Facebook-Only-Angebot online gestellt.

Über einen Link kommt man bereits jetzt zum “Tagesangebot” vom kommenden Sonntag. Das besondere dabei: Nur Facebook-Nutzer (die Fans von QVC sind) können das Angebot nutzen – für alle anderen gibt es das Angebot erst in zwei Tagen.

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Präsentiert wird das Ganze mit einem kleinen netten Video in dem Moderator Rick Domeier den Facebook-Usern das Angebot (einen Fernseher) kurz und witzig vorstellt.

QVC schlägt damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen bietet man den Facebook–Nutzern Mehrwert. Sie bekommen, was andere (noch) nicht haben.

Zum anderen kann QVC das Angebot vorab testen. Wie wird es angenommen? Wieviele Bestellungen gehen vorab ein? Und einen Schritt weiter gedacht: Facebook würde sich wunderbar eignen, die Akzeptanz neuer Produkte zu testen. Kleiner Link und kleines Filmchen wie hier genügt. Es muss keine teure TV-Sendezeit “verschwendet” werden.

Übrigens: an dem Video (das wohl im QVC-Foyer entstanden sein muss) sieht man schön, dass für ein Webvideo nicht die gleichen Standards wie für einen TV-Video gelten müssen. Kein Mikro, kein extra Licht. Kamera an und fertig. Einfach und effektiv. Hauptsache es wirkt echt und authentisch. Genau das macht den Charme von Facebook aus.

360°-Videos: HSN.com zeigt Mode völlig neu

HSN.com zeigt einen völlig neue Art, Mode im Internet zu präsentieren.
Statt statischer Bilder gibt es die “360° Fashion Ensemble Videos”.

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Dabei präsentiert jeweils ein Model ein komplett abgestimmtes Outfit. Wie auf einem Laufsteg betritt das Model die virtuelle Bühne. Per Mausklick dreht sich das Model. Außerdem lässt sich das Ganze näher heranzoomen, um Details besser erkennen zu können.

Auf dem linken Bildschirmrand sitzen weitere Models mit neuen Outfits “in Warteposition”. Klickt man auf eines der wartenden Models, betritt dieses die Bühne, nachdem das andere Model wieder “Platz genommen” hat.

Auf der linken Seite kann man sich die einzelnen Kleidungsstücke des Ensembles anwählen und kommt per Klick auf die Bestellseite des Artikels. Wem das komplette Outfit zusagt, kann auch das direkt bestellen, ohne die Artikel einzeln anwählen zu müssen. Ein Klick auf den Button “Shop Ensemble” genügt.

Mit diesem neuen Tool zeigt HSN, was alles möglich ist, wenn man sich von alten Denkmodellen löst. Es macht schlichtweg Spaß, sich immer neue Models und Outfits anzusehen. Man wird inspiriert und stößt auf immer neue interessante Artikel. Shopping wird lebendig.

HSN zeigt hier, dass es doch möglich ist, den emotionalen Mehrwert des TV-Shoppings auf das Internet zu übertragen.

Die 360°-Videos sind dabei erst der Anfang.